Finanzierung Familienpflege

Wer trägt die Kosten?

Je nach Familiensituation können die Kosten von folgenden Institutionen und Einrichtungen übernommen werden:

  • Krankenkasse (§ 38 SGBV, auf ärztliche Verordnung) für max. 3 Monate
  • Sozialhilfeträger
  • Berufsgenossenschaft
  • Versicherungsgesellschaft
  • Beihilfe
  • Familie

So kommen Sie zur Familienpflege:

Ihr Arzt oder Ihre Ärztin kann Ihnen eine ärztliche Bescheinigung über die Notwendigkeit einer Haushaltshilfe verordnen. Hier ist es wichtig, dass die Erkrankung und der daraus resultierende Hilfebedarf hervorgeht, sowie der Bedarf in Zeitangabe festgelegt wird. In den ersten Tagen nach der Geburt kann auch Ihre Hebamme eine Verordnung ausstellen. Wenn Sie diese Verordnung haben, reichen Sie diese direkt bei ihrer Krankenkasse ein. Die Krankenkasse wird den Antrag prüfen.

Die Krankenkassen sind verpflichtet, unverzüglich eine Entscheidung zu treffen. Während dessen können Sie uns Kontaktieren und das weitere Vorgehen mit uns besprechen.

Einige Hinweise vorab:

Ihre gesetzliche Krankenkasse bzw. der Rentenversicherungsträger muss die Kosten übernehmen, wenn Sie ins Krankenhaus aufgenommen werden oder eine Kur antreten (§38 SGB V Abs. 1).

Wenn Sie akut zu Hause erkranken, kann Ihre Krankenkasse die Kosten übernehmen (§38 SGB V Abs. 2). Das hängt von der Satzung Ihrer Krankenkasse und dem Einsatzgrund ab.

Während der Schwangerschaft und nach der Geburt übernimmt die Kasse ebenfalls die Kosten wenn die Voraussetzungen dafür gegeben sind. (§199 RVO).

Falls Sie privat versichert sind, erhalten Sie unter Umständen eine Unterstützung über die Beihilfe.

Falls Ihre Krankenkasse die Hilfe ablehnt, können Sie bei Ihrem zuständigen Jugendamt einen Antrag (§20 SGB VIII) auf eine Übernahme der Kosten stellen.

Haben Sie dazu Fragen?

Gerne können Sie uns Kontaktieren.